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Wissenschaftsbasierte Klimaziele (Science Based Targets, SBT)

Wissenschaftsbasierte Klimaziele (Science Based Targets, SBT)

Wissenschaftsbasierte Klimaziele (Science Based Targets, SBTs) sind spezifische Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen, die von Unternehmen, Städten oder anderen Organisationen festgelegt werden und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Diese Ziele sind darauf ausgelegt, einen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu leisten, wie es im Pariser Klimaabkommen festgelegt ist.

Einige grundlegende Merkmale und Elemente der SBTs sind:

  1. Wissenschaftliche Grundlage: SBTs beruhen auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weltklimarats (IPCC) und anderer führender Forschungseinrichtungen. Sie nutzen Szenarien und Modelle, um festzustellen, wie viel und in welchem Tempo Emissionen reduziert werden müssen, um die globalen Klimaziele zu erreichen.
  2. Sektorspezifisch und individuell: Die Ziele werden individuell auf jedes Unternehmen oder jede Organisation zugeschnitten, basierend auf Faktoren wie Branchenzugehörigkeit, Marktbedingungen und Kapazitäten zur Emissionsminderung.
  3. Ambitioniert und messbar: SBTs sind ambitioniert und gehen über gesetzliche Anforderungen hinaus. Sie sind quantifizierbar und verfolgbar, sodass Fortschritte regelmäßig gemessen und berichtet werden können.
  4. Langfristige Ausrichtung: Die Ziele sind langfristig ausgerichtet und sollen sicherstellen, dass die Emissionen langfristig auf ein nachhaltiges Niveau gesenkt werden.
  5. Verifizierung und Anerkennung: Unternehmen können ihre SBTs von unabhängigen Organisationen validieren und verifizieren lassen, wie z.B. von der Science Based Targets Initiative (SBTi), um sicherzustellen, dass sie den strengen Kriterien und wissenschaftlichen Standards entsprechen.

Warum sind SBTs wichtig?

  • Klimaschutzbeitrag: SBTs tragen dazu bei, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen und die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren.
  • Wettbewerbsvorteil: Unternehmen, die ambitionierte SBTs setzen, können ihre Reputation stärken, Investoren und Kunden anziehen und ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.
  • Risikomanagement: Durch die Festlegung von SBTs können Unternehmen Risiken im Zusammenhang mit Klimawandelvorschriften, sich ändernden Marktbedingungen und Ressourcenknappheit verringern.

Beispiele für SBTs:

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um X% bis zum Jahr Y: Ein Unternehmen könnte sich zum Ziel setzen, seine Emissionen um einen bestimmten Prozentsatz innerhalb eines definierten Zeitrahmens zu reduzieren.
  • 100% erneuerbare Energien bis zum Jahr Y: Ein Unternehmen könnte sich verpflichten, seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken, um seine Emissionen aus der Stromnutzung zu eliminieren.
  • Verbesserung der Energieeffizienz um X% bis zum Jahr Y: Ein Unternehmen könnte Maßnahmen ergreifen, um den Energieverbrauch zu senken und damit die Emissionen pro produzierter Einheit zu reduzieren.

Insgesamt spielen wissenschaftsbasierte Klimaziele eine entscheidende Rolle dabei, die Privatwirtschaft in die Verantwortung für den Klimaschutz zu nehmen und sie zu einer wichtigen Akteurin im globalen Bemühen um eine nachhaltige Zukunft zu machen.

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