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Urban Farming

Urban Farming

Urban Farming, auch bekannt als städtische Landwirtschaft, bezieht sich auf den Anbau, die Verarbeitung und den Vertrieb von Lebensmitteln in oder um städtische Gebiete. Es umfasst verschiedene Formen der landwirtschaftlichen Produktion und kann sowohl auf kleineren Gemeinschaftsgärten als auch auf größeren kommerziellen Projekten basieren. Urban Farming trägt zur Ernährungssicherheit, nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Schaffung von grünen Oasen in städtischen Gebieten bei.

Formen des Urban Farming:

  1. Gemeinschaftsgärten (Community Gardens): Diese werden oft von Nachbarschaften oder lokalen Organisationen betrieben. Menschen pflanzen gemeinsam Obst, Gemüse und Kräuter an und teilen die Ernte. Die Prinzessinnengärten in Berlin sind ein mobiler Gemeinschaftsgarten, der auf einer brachliegenden Fläche im Herzen Berlins entstand. Hier können Menschen aus der Nachbarschaft gemeinsam gärtnern, Workshops besuchen und lokale, biologische Produkte kaufen.
  2. Dachgärten (Rooftop Gardens): Dächer von Wohnhäusern, Bürogebäuden und Gewerbeflächen werden in Anbauflächen umgewandelt, um Gemüse und andere Pflanzen zu kultivieren. Brooklyn Grange in New York, USA, ist eine der größten kommerziellen Dachfarmen der Welt, die auf mehreren Dächern in New York City betrieben wird. Sie produziert jährlich Tausende von Kilogramm an Gemüse und Kräutern und dient auch als Veranstaltungsort und Bildungszentrum
  3. Vertikale Landwirtschaft (Vertical Farming): Dies beinhaltet den Anbau von Pflanzen in vertikalen Schichten, oft in Hochhäusern oder speziellen Strukturen. Es maximiert den Einsatz begrenzter städtischer Flächen. AeroFarms in Newark, USA, ist ein führendes Unternehmen im Bereich der vertikalen Landwirtschaft, das auf geschichteten, vertikalen Ebenen unter Verwendung von Aeroponik-Techniken Gemüse anbaut. Diese Methode spart Platz und Wasser und ermöglicht den Anbau von Lebensmitteln direkt in städtischen Gebieten.
  4. Indoor Farming (Innenraum-Landwirtschaft): Indoor Farming ermöglicht den Anbau von Lebensmitteln unabhängig von Wetterbedingungen und Jahreszeiten. Das Unternehmen Infarm in Berlin bietet modulare, vertikale Farming-Einheiten, die in Supermärkten, Restaurants und anderen städtischen Räumen installiert werden können. Diese Einheiten ermöglichen den Anbau von frischen Kräutern und Gemüse direkt vor Ort.
  5. Hydroponik und Aquaponik: Diese Methoden nutzen wasserbasierte Systeme zum Anbau von Pflanzen (Hydroponik) oder kombinieren Pflanzenanbau mit Fischzucht (Aquaponik). In Rotterdam betreibt die Organisation „Rotterdamse Munt“ einen hydroponischen Garten, in dem Pflanzen ohne Erde in einem nährstoffreichen Wasser wachsen. The Plant in Chicago, USA, ist ein urbanes Landwirtschaftsprojekt, das Aquaponik mit Fischzucht und Pflanzenanbau kombiniert. Abfallprodukte der Fischzucht werden als Nährstoffe für Pflanzen verwendet, was einen geschlossenen, nachhaltigen Kreislauf bildet.
  6. Städtische Bauernhöfe: Größere Flächen innerhalb der Stadtgrenzen, die für die landwirtschaftliche Produktion genutzt werden. Diese können sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf auf lokalen Märkten produzieren.
  7. Pop-up-Gärten: Pop-up-Gärten sind eine innovative Lösung, um Grünflächen und landwirtschaftliche Anbauflächen in Städten zu schaffen, ohne langfristige bauliche Veränderungen vornehmen zu müssen. Die Bohnengärten in Wien, Österreich, sind temporäre städtische Gärten, die auf ungenutzten städtischen Flächen entstehen. Diese Pop-up-Gärten bieten Gemeinschaften die Möglichkeit, städtische Räume kreativ zu nutzen und die lokale Nahrungsmittelproduktion zu fördern.

Urban Farming ist ein wachsendes Phänomen, das das Potenzial hat, Städte nachhaltiger und lebenswerter zu machen. Urban Farming kann dazu beitragen, die Ernährungssicherheit in städtischen Gebieten zu verbessern, indem es den Zugang zu frischen, gesunden Lebensmitteln erhöht.

Durch die lokale Produktion von Lebensmitteln werden Transportwege verkürzt, was zu einer Reduktion von Treibhausgasemissionen beiträgt. Zudem können städtische Grünflächen die Luftqualität verbessern und städtische Wärmeinseln reduzieren. Urban Farming-Projekte fördern das soziale Miteinander und stärken die Gemeinschaft, indem sie Menschen zusammenbringen, um gemeinsam zu arbeiten und voneinander zu lernen. Außerdem bieten diese Projekte Bildungsgelegenheiten für Kinder und Erwachsene und sensibilisieren für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.

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