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Neue Ökonomie

Neue Ökonomie

Die „Neue Ökonomie“ ist ein Begriff, der verschiedene Ansätze und Ideen umfasst, die eine alternative Sichtweise auf die Wirtschaft fördern. Im Kern geht es darum, wirtschaftliche Aktivitäten mit den Bedürfnissen von Menschen und den Grenzen des Planeten in Einklang zu bringen. Diese Ansätze betonen oft die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung.

Merkmale der Neuen Ökonomie:

  1. Nachhaltigkeit: Neue Ökonomie strebt eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen und eine Reduzierung der Umweltauswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten an. Dies kann durch die Förderung erneuerbarer Energien, die Kreislaufwirtschaft und die Reduzierung von Abfällen erreicht werden.
  2. Soziale Gerechtigkeit: Neue Ökonomie setzt sich für eine gerechtere Verteilung von Wohlstand und Ressourcen ein, um die soziale Ungleichheit zu verringern. Dies kann durch Maßnahmen wie faire Löhne, soziale Sicherheitssysteme und die Förderung von Chancengleichheit erreicht werden.
  3. Solidarische Wirtschaft: Ein zentrales Konzept der Neuen Ökonomie ist die Förderung solidarischer Wirtschaftsmodelle, die auf Kooperation, Gemeinschaftsbesitz und dem Prinzip der gegenseitigen Unterstützung basieren. Beispiele hierfür sind Genossenschaften, gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft und Fair-Trade-Organisationen.
  4. Lokale Wirtschaft: Neue Ökonomie betont die Bedeutung lokaler Wirtschaftssysteme, die die Selbstversorgung fördern und die Abhängigkeit von globalen Lieferketten reduzieren. Dies kann durch die Unterstützung lokaler Unternehmen, landwirtschaftlicher Gemeinschaften und regionaler Währungen erreicht werden.
  5. Wirtschaftsdemokratie: Neue Ökonomie strebt eine demokratischere Organisation der Wirtschaft an, bei der Bürgerinnen und Bürger eine größere Mitsprache bei wirtschaftlichen Entscheidungen haben. Dies kann durch die Förderung von Mitbestimmung, partizipativen Budgets und demokratischen Unternehmen erreicht werden.

Beispiele für Ansätze der Neuen Ökonomie:

  • Gemeinwohl-Ökonomie: Die Gemeinwohl-Ökonomie basiert auf dem Prinzip, dass das Wohl der Gemeinschaft über dem Profit steht. Unternehmen werden ermutigt, nicht nur finanzielle, sondern auch soziale und ökologische Ziele zu verfolgen und ihre Leistung anhand von Gemeinwohl-Indikatoren zu bewerten.
  • Degrowth: Degrowth ist eine Bewegung, die sich gegen das ständige Streben nach Wirtschaftswachstum und Konsum richtet und stattdessen eine Reduzierung des materiellen Verbrauchs und eine Neuausrichtung auf das Wohl von Mensch und Natur fordert.
  • Sharing Economy: Die Sharing Economy fördert die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Dienstleistungen, um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und soziale Bindungen zu stärken. Beispiele sind Fahrgemeinschaften, Wohnungsvermietung und gemeinschaftliche Nutzung von Werkzeugen.
  • Sozial-ökologische Marktwirtschaft: Dieser Ansatz kombiniert marktwirtschaftliche Mechanismen mit sozialen und ökologischen Zielen und betont die Notwendigkeit von staatlichen Interventionen, um soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz sicherzustellen.

Die Neue Ökonomie umfasst eine Vielzahl von Ideen und Ansätzen, die alle darauf abzielen, eine gerechtere, nachhaltigere und menschenzentriertere Wirtschaft zu schaffen. Durch die Umsetzung dieser Ansätze können wir eine Wirtschaft aufbauen, die im Einklang mit den Bedürfnissen von Menschen und den Grenzen des Planeten steht.

Sie ist das Produkt einer wachsenden Erkenntnis darüber, dass das bestehende Wirtschaftssystem in vielen Bereichen unzureichend ist und grundlegende Probleme wie soziale Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und wirtschaftliche Instabilität verursacht.

Die Wurzeln der Neuen Ökonomie lassen sich in verschiedenen Bewegungen, Ideen und Diskursen finden, darunter:

  • Umweltbewegung: Die wachsende Besorgnis über Umweltprobleme wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Artensterben hat dazu geführt, dass viele Menschen die Notwendigkeit einer Wirtschaft erkennen, die im Einklang mit den ökologischen Grenzen des Planeten steht.
  • Soziale Bewegungen: Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Gleichheit hat dazu geführt, dass viele Menschen nach alternativen Wirtschaftsmodellen suchen, die die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen und nicht nur die Interessen einer privilegierten Minderheit.
  • Postwachstumsbewegung: Die Erkenntnis, dass ein ständiges Streben nach Wirtschaftswachstum ökologisch und sozial nicht nachhaltig ist, hat dazu geführt, dass viele Menschen nach Möglichkeiten suchen, eine Wirtschaft aufzubauen, die nicht auf endlosem Konsum basiert.
  • Solidarische Ökonomie: Die solidarische Ökonomie basiert auf dem Prinzip der Zusammenarbeit, des Teilens und der gegenseitigen Unterstützung und betont die Bedeutung von lokalen Wirtschaftssystemen, die auf sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung basieren.
  • Alternatives Wirtschaftsdenken: Verschiedene Wirtschaftstheoretiker und Denker haben alternative Ansätze zur traditionellen Wirtschaftstheorie entwickelt, die die Bedeutung von sozialen und ökologischen Faktoren betonen. Beispiele hierfür sind die Soziale Marktwirtschaft, die Gemeinwohl-Ökonomie und die Feministische Ökonomie.

Insgesamt ist die Neue Ökonomie das Ergebnis eines zunehmenden Bewusstseins darüber, dass das bestehende Wirtschaftssystem grundlegende Probleme aufweist und dass alternative Ansätze erforderlich sind, um eine gerechtere, nachhaltigere und menschenzentriertere Wirtschaft zu schaffen. Es handelt sich um einen sich entwickelnden und vielfältigen Bereich des Denkens und der Praxis, der auf gemeinsamen Werten wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität basiert.

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