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Fracking

Fracking

Fracking, oder auch hydraulisches Fracturing genannt, ist eine Technik zur Förderung von Erdgas und Erdöl aus tiefen Gesteinsschichten, insbesondere Schiefergestein. Bei dieser Methode wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in Bohrlöcher eingebracht, um Risse im Gestein zu erzeugen und das darin enthaltene Gas oder Öl freizusetzen.

Fracking ist wegen seiner massiven Auswirkungen auf die Umwelt umstritten:

  1. Wasserverbrauch: Fracking erfordert große Mengen an Wasser für den Bohrvorgang. Dies kann zu einer übermäßigen Nutzung lokaler Wasserressourcen führen und örtliche Wasserversorgungssysteme belasten, insbesondere in trockenen Regionen.
  2. Grundwasserverschmutzung: Fracking kann zu Verunreinigungen des Grundwassers führen, sowohl durch das Auslaufen von Chemikalien während des Fracking-Prozesses als auch durch das Auslaufen von Methan aus undichten Bohrlöchern. Dies kann die Trinkwasserqualität beeinträchtigen und Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier darstellen.
  3. Luftverschmutzung: Bei der Förderung und Verarbeitung von Erdgas können große Mengen an Methan und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) freigesetzt werden, die zur Luftverschmutzung und zur Bildung von bodennahem Ozon beitragen können. Diese Emissionen tragen zum Klimawandel bei und können auch Atemwegsprobleme und andere Gesundheitsprobleme verursachen.
  4. Erdbeben: Das Fracking kann zu Erdbeben führen, insbesondere wenn große Mengen Wasser in das Gestein injiziert werden, was zu einer Druckentlastung und einer Verschiebung der Gesteinsschichten führen kann. Diese induzierten Erdbeben können Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursachen und das Risiko von größeren Erdbeben erhöhen.
  5. Flächenverbrauch und Landschaftszerstörung: Die Erschließung von Fracking-Gebieten erfordert große Flächen für Bohrstellen, Zufahrtsstraßen, Pipelines und Lagerflächen. Dies kann zu einer Zerstörung von natürlichen Lebensräumen, Landnutzungskonflikten und einer Fragmentierung von Ökosystemen führen.
  6. Klimawandel: Obwohl Erdgas als sauberere Alternative zu Kohle betrachtet wird, kann Methan, das bei der Förderung und Verbrennung von Erdgas freigesetzt wird, zu einem erheblichen Treibhausgasemissionen beitragen. Diese Emissionen tragen zum Klimawandel bei und können die Vorteile von Erdgas als Übergangsbrennstoff zunichte machen.

Aufgrund dieser potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit ist Fracking ein umstrittenes Verfahren, das in einigen Ländern stark reguliert oder sogar verboten ist. Es gibt anhaltende Debatten über die Vor- und Nachteile von Fracking im Hinblick auf die Energieversorgung, die Umwelt und die wirtschaftliche Entwicklung.

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