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Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality) ist ein Konzept im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Unternehmensführung, das sowohl interne als auch externe Perspektiven berücksichtigt.

Die einfache Wesentlichkeitsanalyse konzentriert sich typischerweise auf die Frage, welche Themen und Aspekte für ein Unternehmen intern wichtig sind und welchen Einfluss diese auf die unternehmerische Tätigkeit haben. Sie bewertet die Bedeutung von Themen primär aus der Perspektive des Unternehmens und seiner Stakeholder.

Im Gegensatz dazu berücksichtigt die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zwei wesentliche Dimensionen:

  1. Interne Dimension (Unternehmensperspektive):
    • Hier werden die Aspekte betrachtet, die für das Unternehmen selbst wesentlich sind, um seine Geschäftsstrategie umzusetzen, Risiken zu managen und seine finanzielle Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.
    • Beispiele sind interne Prozesse, finanzielle Performance, Governance-Strukturen, Mitarbeiterengagement und Innovationsstrategien.
  2. Externe Dimension (gesellschaftliche und ökologische Perspektive):
    • Diese Dimension betrachtet, welche Themen und Auswirkungen des Unternehmens auf die Gesellschaft und die Umwelt wesentlich sind.
    • Hierbei geht es um die Auswirkungen auf Umwelt, Soziales und Governance (ESG), gesellschaftliche Auswirkungen, Stakeholderinteressen und die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens.

Unterschiede zwischen einfacher und doppelter Wesentlichkeitsanalyse:

  • Perspektive: Die einfache Wesentlichkeitsanalyse betrachtet Themen primär aus der Sicht des Unternehmens und seiner internen Stakeholder (wie Aktionäre, Führungskräfte). Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse erweitert diese Perspektive um die Betrachtung der externen Stakeholder und gesellschaftlichen Auswirkungen.
  • Ziele: Während die einfache Wesentlichkeitsanalyse darauf abzielt, die strategische Ausrichtung und operative Effizienz des Unternehmens zu verbessern, zielt die doppelte Wesentlichkeitsanalyse darauf ab, die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens im Einklang mit gesellschaftlichen Erwartungen und Umweltzielen sicherzustellen.
  • Integration von ESG-Faktoren: Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse stellt sicher, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG) sowohl intern als auch extern berücksichtigt werden, um ein ganzheitliches Verständnis der unternehmerischen Auswirkungen zu ermöglichen.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ist besonders relevant für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung verbessern und Stakeholder-Engagement sowie langfristige strategische Ziele stärken möchten. Durch die Integration beider Dimensionen können Unternehmen transparenter kommunizieren, ihre Risiken besser managen und langfristig nachhaltige Werte schaffen, die sowohl ökonomisch als auch sozial und ökologisch ausgerichtet sind.

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