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Clean Development Mechanism (CDM)

Clean Development Mechanism (CDM)

Der Clean Development Mechanism (CDM) ist ein Mechanismus des Kyoto-Protokolls, einem internationalen Abkommen zum Klimaschutz, das darauf abzielt, die Treibhausgasemissionen weltweit zu reduzieren. Der CDM wurde eingeführt, um Entwicklungsländern Anreize zu bieten, Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen zu ergreifen und dabei gleichzeitig nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Merkmale und Funktionsweise des Clean Development Mechanism (CDM):

  1. Ziel – Der CDM soll Industrieländern ermöglichen, ihre Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erfüllen, indem sie Emissionsminderungsprojekte in Entwicklungsländern finanzieren und unterstützen. Diese Projekte sollen dazu beitragen, den globalen Ausstoß von Treibhausgasen zu senken.
  2. Projekttypen – CDM-Projekte können verschiedene Formen annehmen, darunter erneuerbare Energieprojekte wie Windkraftanlagen oder Solarenergie, Energieeffizienzmaßnahmen in Industrien, Deponiegasverwertung, Aufforstungs- und Waldschutzprojekte sowie andere Initiativen, die zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen.
  3. Zertifizierung und Gutschriften – Um CDM-Gutschriften, auch als Certified Emission Reductions (CERs) bekannt, zu erhalten, müssen die Projekte strenge Kriterien erfüllen und durch einen unabhängigen Gutachter validiert und verifiziert werden. Diese CERs repräsentieren jeweils eine Tonne CO₂-Äquivalent, die vermieden oder reduziert wurde.
  4. Marktmechanismus – Die CERs können auf dem internationalen Kohlenstoffmarkt gehandelt werden, wo Unternehmen aus Industrieländern sie erwerben können, um ihre eigenen Emissionsziele zu erfüllen oder als Teil ihrer Klimastrategie zur Kompensation von Emissionen.
  5. Nachhaltige Entwicklung – Ein zentraler Aspekt des CDM ist die Förderung von nachhaltiger Entwicklung in den beteiligten Entwicklungsländern. Projekte müssen nachweisen, dass sie positive soziale und ökonomische Auswirkungen haben, wie z.B. verbesserte Lebensbedingungen, technologische Weiterentwicklung und Arbeitsplatzschaffung.

Bedeutung und Kritikpunkte des CDM:

  • Klimaschutzbeitrag: Der CDM hat dazu beigetragen, Emissionsminderungen in Entwicklungsländern zu fördern und somit zur globalen Klimaschutzbemühungen beizutragen.
  • Integrität der CERs: Es gab Bedenken hinsichtlich der Integrität einiger CERs, da nicht alle Projekte tatsächlich zusätzliche Emissionen vermieden haben könnten, ohne die Finanzierung durch den CDM.
  • Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit: Einige Projekte könnten nicht immer die erwarteten sozialen oder ökonomischen Vorteile gebracht haben, wie es ursprünglich beabsichtigt war.
  • Verlagerung von Emissionen: Kritiker argumentieren auch, dass der CDM dazu führen könnte, dass Emissionsminderungen in Industrieländer verlangsamen, da sie stattdessen auf günstigere CERs aus Entwicklungsländern setzen könnten, anstatt ihre eigenen Reduktionsanstrengungen zu erhöhen.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Clean Development Mechanism ein bedeutender Mechanismus zur Förderung von Emissionsminderungsprojekten in Entwicklungsländern und spielt eine Rolle im globalen Kampf gegen den Klimawandel.

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