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Carbon Capture and Storage (CCS)

Carbon Capture and Storage (CCS)

Carbon Capture and Storage (CCS) ist eine Technologie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, insbesondere von Kohlendioxid (CO2), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Die CCS-Technologie besteht aus drei Hauptkomponenten: der Erfassung (Capture), dem Transport und der Speicherung (Storage) von CO2-Emissionen.

Funktionsweise von CCS:

  1. Erfassung (Capture): Bei der Erfassung werden CO2-Emissionen an großen Industrieanlagen wie Kohlekraftwerken, Stahlwerken oder Raffinerien abgeschieden, bevor sie in die Atmosphäre gelangen. Es gibt verschiedene Technologien zur Erfassung von CO2, darunter Abscheidung durch chemische Verfahren, physikalische Abscheidung und oxyfuelbasierte Verbrennung.
  2. Transport: Nach der Erfassung wird das abgeschiedene CO2 über Pipelines oder Tankwagen zu einem geeigneten Speicherort transportiert. Der Transport kann über kurze bis mittlere Entfernungen erfolgen, je nachdem, wo sich die Erfassungsanlagen und die Speicherorte befinden.
  3. Speicherung (Storage): Das abgeschiedene CO2 wird an einem geeigneten Speicherort, wie unterirdischen geologischen Formationen, tiefen Salzwasserformationen oder ehemaligen Öl- und Gasfeldern, sicher und dauerhaft gespeichert. Die CO2-Speicherung kann entweder durch geologische Ablagerung (z.B. in porösen Gesteinsschichten) oder durch mineralische Bindung (z.B. in Karbonatgestein) erfolgen.

Beispiele für CCS-Projekte:

  • Sleipner-Projekt (Norwegen): Das Sleipner-Projekt in Norwegen ist eines der ersten und bekanntesten CCS-Projekte der Welt. Es wurde 1996 gestartet und umfasst die Abscheidung und Speicherung von CO2, das bei der Erdgasförderung auf der Plattform Sleipner A in der Nordsee anfällt. Das abgeschiedene CO2 wird in einer unterirdischen Salzwasserformation sicher gespeichert.
  • Boundary Dam CCS-Projekt (Kanada): Das Boundary Dam CCS-Projekt in Saskatchewan, Kanada, ist das weltweit erste kommerzielle Kohlekraftwerk mit integrierter CCS-Technologie. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2014 hat das Projekt dazu beigetragen, eine beträchtliche Menge an CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Kohle zu reduzieren, indem es das abgeschiedene CO2 in einer benachbarten Ölproduktionsanlage speichert.
  • Petra Nova-Projekt (USA): Das Petra Nova-Projekt in Texas, USA, ist ein weiteres Beispiel für ein groß angelegtes CCS-Projekt. Es handelt sich um eine Partnerschaft zwischen einem Kohlekraftwerk und einer Ölproduktionsanlage, bei der das abgeschiedene CO2 genutzt wird, um die Ölförderung zu steigern und gleichzeitig die CO2-Emissionen des Kraftwerks zu reduzieren.

Diese Beispiele zeigen das Potenzial und die Vielseitigkeit von CCS als Technologie zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und zur Bekämpfung des Klimawandels. Obwohl CCS immer noch Herausforderungen wie hohe Kosten und technische Komplexität birgt, wird es zunehmend als eine wichtige Option zur Erreichung der Klimaziele betrachtet, insbesondere in Industriebranchen mit hohen CO2-Emissionen.

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