Entwicklung

Es gibt keinen Zufall – nur GEIST

»Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön.«

– Vincent van Gogh

Das Spiel des Lebens

„Evolution“ bedeutet „Entwicklung“ (aus lat. „das Entfalten, Auseinanderwickeln einer Schriftrolle“). Damit bezeichnen wir eine nicht vorherbestimmbare Veränderung in Richtung auf eine höhere Komplexität und Bewusstheit.

Jede neue Entwicklungsstufe der Evolution integriert die vorhergehende und besitzt darüber hinaus neue Eigenschaften, die sich nicht aus der bereits vorhandenen Qualitäten ableiten lassen. Evolution bewahrt das Bestehende und transzendiert es zugleich in eine neue Qualität. Auf diese Weise entstehen ineinander geschachtelte Wachstumshierarchien, so genannte „Holarchien“, z.B. Atom – Molekül – Zelle – Organismus.

Veränderung und Entwicklung​

Unter „Veränderung“ verstehen wir allgemein den Ablauf oder Verlauf einer stofflichen oder nicht-stofflichen Umwandlung von einem Zustand in einen anderen. Dabei können Veränderungen sowohl innere als auch äußere Ursachen haben. Wir unterscheiden reversible und irreversible Veränderungen.

Der Begriff „Entwicklung“ oder „Evolution“ hingegen beschreibt eine nicht vorherbestimmte Veränderung, die in Richtung einer höheren Komplexität und Ordnung, höherer Differezierung, einer höheren Strukturierung und einem höheren Bewusstsein führt. Die im Zuge der Evolution erreichten Entwicklungsstufen bauen aufeinander auf. Sie sind daher irreversibel, d.h. eine Rückkehr zu früheren Entwicklungsstufen ist nicht möglich (bzw. mit pathogenen Störungen des betreffenden Systems bis hin zur Selbstauflösung verbunden).

Dabei geschieht die Entwicklung von einer Ebene zur nächsten unter dem Einfluss von drei wesentlichen Evolutionsprozessen:

  • Differenzieren – In einem reifen Stadium der bestehenden Entwicklungsstufe beginnt das betreffende System den bestehenden Zustand zu kontrastieren. Unterschiede zwischen Bestehendem und Unbekanntem werden bewusst, neuen Qualitäten werden wahrgenommen und etwas Neues als alternative Möglichkeit erkannt. Das Neue wird zunehmend attraktiv (im technischen Sinne).
  • Transzendieren – Sobald ausreichend Attraktivität für die neue Entwicklungsstufe entstanden ist überschreitet das betreffende System die bestehende Entwicklungsstufe, geht über das Bisherige hinaus und strebt auf die neue Entwicklungsstufe zu (Agenz).
  • Integrieren – Auf der neuen Entwicklungsstufe angekommen findet zunächst eine Konsolidierung des betreffenden Systems statt, die oft mit einer Ablehnung oder Kontrastierung gegenüber der vorherigen Entwicklungsstufe einhergeht. Anschließend kann das Bewährte der vorherigen Ebene in die neue Entwicklungsstufe integriert werden, das gute Alte wird mit dem Neuen vereint (Kommunion).

Individuelle Entwicklung​

Entwicklung eines Schmetterlings als Bild für Tetra-Evolution

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