Zustände

Kurzfristige Stabilitäten in einer instabilen Welt

»Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.«

– Johann Wolfgang von Goethe

Vorübergehende Phasen der Stabilität

Unter einem Zustand verstehen wir im integralen Ansatz (AQAL-Modell) eine vorübergehende Phase der Stabilität eines veränderlichen Systems. Die Zustände eines Systems halten oft nur kurz an, nur selten dauern sie Stunden oder gar ganze Tage an. Und Zustände existieren in allen vier Quadranten. Einige Beispiele:

  • Innerlich-individuelle Zustände (ICH-Perspektive; LO): Sämtliche Emotionen (Freude, Staunen, Wut, Trauer etc.), z.B. durch Meditation oder kontemplatives Gebet bewirkte subtile (z.B. Träume), kausale und non-duale Zustände. Von diesen subjektiv erlebten Zuständen kann das Individuum nur selbst berichten.
  • Äußerlich-individuelle Zustände (ES-Perspektive: RO): Alle Gehirnwellen-Zustände (Gamma, Beta, Alpha, Theta, Delta, Epsilon), Wachen und Schlafen, Fieber, unterschiedliche Physiologien und Augenbewegungsmuster oder hormonell bedingte Zustände. Diese Zustände können im Außen von Dritten beobachtet und/oder gemessen werden (z.B. Fieberthermometer, Untersuchung des Blutbildes).
  • Innen-systemische Zustände (WIR-Perspektive; LU): Wir-Gefühl (z.B. unsere Familie, unser Unternehmen, Verein etc.), Massenbegeisterung (z.B. Sieg der „eigenen“ Sport-Mannschaft) oder Nationalgefühl (z.B. als Franzose, Deutscher etc.).
  • Außen-systemische Zustände (SIE-perspektive; RU): Das Wetter (Regen, Schnee etc.), die Jahreszeiten, die Gezeiten, Krieg und Frieden, Massendynamiken (z.B. bei Panik in großen Menschenmengen).

Dabei existieren Zustände über alle Entwicklungsebenen hinweg und Zustandswechsel sind unabhängig von der jeweiligen Ebene möglich.

Bewusstseinszustände

Wir alle kennen natürliche Bewusstseinszustände wie Wachen, Träumen und Tiefschlaf. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Bewusstseinszustände, die wir teilweise aktiv und bewusst herbeiführen, unter anderem:

  • Meditative Zustände, ausgelöst z.B. durch Meditation, Yoga oder kontemplatives Gebet.
  • Veränderte Zustände, ausgelöst z.B. durch Entspannungstechniken, Hypnose, Trancen, Alkohol oder andere Drogen.
  • Unterschiedliche Gipfelerfahrungen, ausgelöst durch intensive Erlebnisse, wie z.B. Geburt eines Kindes, beeindruckende Naturerlebnisse oder Liebesspiel.

Zustände können Menschen in bestimmten Situationen tiefe innere Motivation, Sinn und Antrieb liefern oder ihr Handeln erheblich beeinflussen.

Emotionen

Emotionen

Gehirnwellen

Gehirnwellen

Jahreszeiten

Jahreszeiten

Wir-Gefühl

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