Unternehmen als Regierungssystem

Betrachten Sie Unternehmen als ein Regierungssystem?

Wie setzen sich Interessen durch?

Wir können Organisationen als Regierungssysteme verstehen, die sich durch die jeweils angewandten politischen Prinzipien unterscheiden. Politische Systeme, die in Organisationen verbreitet sind:

  • Autokratie: Hier beherrscht ein Einzelner oder eine kleine Gruppe die Organisation. Das am weitesten verbreitete Führungsprinzip hierbei ist Befehl und Gehorsam. Der Alleinherrscher führt die Organisation dabei oft mit eiserner Hand und macht was er will und für richtig hält.
  • Bürokratie: Hierbei handelt es sich um eine Herrschaft durch Anwendung definierter Regeln, Normen und Gesetze (Vorschriften), die von allen Mitgliedern der Organisation zu beachten sind und deren Nichtbefolgen durch Strafen sanktioniert wird. Die einzuhaltenden Regeln sind oftmals in Organisationshandbüchern und unternehmensinternen Richtlinienwerken kodifiziert.
  • Technokratie: In dieser Regierungsform bauen alle Handlungen auf wissenschaftlichem und technischem Wissen auf. Im Vordergrund steht hier die prinzipielle (wissenschaftlich und technisch bewiesene) Machbarkeit sowie rationale, effektive Verfahren, die zum Ziel führen. Hier wird die Organisation durch (den Zugang zu) Ausbildung, Fachwissen und die Fähigkeit zur Lösung aktueller Probleme beherrscht.
  • Allianzen und Koalitionen: Bei dieser Form der Herrschaft tun sich ansonsten gegnerische Parteien zusammen, um gemeinsame Interessen in der Organisation wahrzunehmen und durchzusetzen.
  • Repräsentative Demokratie: Hier wird die Organisation durch gewählte Delegierte beherrscht, die durch Wahl ein Mandat erhalten, für eine bestimmte Zeit im Sinne der Interessen ihrer Wählerschaft zu handeln.
  • Direkte Demokratie: Ein politisches System, bei dem jedes Mitglied der Organisation das gleiche Recht hat, Macht auszuüben und an allen Entscheidungsprozessen der Organisation beteiligt ist.

Die Organisation als politisches System will Wege finden, um Ordnung und Richtung zwischen Menschen mit möglicherweise unterschiedlichen und konkurrierenden Interessen zu schaffen. Im besten Fall folgt sie dabei der Idee von Aristoteles, Ordnung aus der Vielfalt heraus zu schaffen und gleichzeitig Formen totalitärer Herrschaft zu verhindern.

Politisches Handeln in Organisationen ist eine unausweichliche Realität in Organisationen, die im Widerspruch zu dem Mythos einer rationalen Organisation steht. So gesehen folgt Rationalität stets den subjektiven Zwecken der Machthaber. Diese Zweckrationalität ist nicht für alle Beteiligten immer rational nachvollziehbar.

Um ihre Interessen durchzusetzen und die eigene Macht zu festigen neigen Mitglieder von politischen Systemen dazu, Entscheidungen in ihrem Sinne jenseits der offiziell verabredeten Entscheidungsgremien zu fördern und herbeizuführen. In Hinterzimmern und Schattenkabinetten werden für die Beteiligten günstige Kompromisse ausgelotet, wichtige Vertreter beeinflusst und Entscheidungen im Verborgenen vorbereitet.

Wir reden oft nicht über politisches Handeln in Organisationen und tabuisieren dieses Thema, da Vertraulichkeit und Geheimhaltung auch Mittel zur Durchsetzung politischer Macht in Organisationen sind.

Finden Sie einige Aspekte Ihrer Organisation hier gut beschrieben? Es gibt viele alternative Möglichkeiten, Organisationen zu verstehen!

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