Unternehmen als rationale Maschine

Funktioniert Ihr Unternehmen wie eine rational geschaffene Maschine?

Tickt Ihr Unternehmen wie ein Uhrwerk?

Eine in unserer westlichen Kultur sehr verbreitete Sichtweise auf Unternehmen und Organisationen ist, diese als rational geschaffene Maschine zu betrachten. Diese Vorstellung ist auch deshalb so populär, weil sie neben unserem Streben nach einer hohen Effizienz von Maschinen unseren Wunsch nach klaren Ursache-Wirkungs-Beziehungen und rational-logischen Zusammenhängen bedient.

Eine Maschine funktioniert durch das mechanische Ineinandergreifen verschiedener Teile routinemäßig, effizient, verlässlich und vorhersehbar – so wie von ihrem Erfinder erdacht. Einzelne Bauteile, die nicht korrekt im Sinne des Erfinders funktionieren oder verschlissen sind, lassen sich austauschen oder reparieren.

Mit der Vorstellung einer Organisation als Maschine ist das Menschenbild des Homo oeconomicus eng verbunden. Alle Menschen – Kunden, Mitarbeiter, Führungskräfte, Lieferanten etc. – fungieren als Bestandteile dieser Organisations-Maschine und entscheiden und verhalten sich in Bezug auf die Organisation rational-logisch. Zielvereinbarungen und Leistungskontrollen stellen sicher, dass Abweichungen im Verhalten der Maschine schnell entdeckt und behoben werden.

Das Bild der Maschine bildet die Grundlage von bürokratischen Organisationen: Vorschriften, Anweisungen, Formulare und standardisierte Abläufe dienen dazu, die Logik und Funktion der Maschine zu erfüllen. Wesentlich für das Zusammenspiel der Teile ist eine Arbeitsteilung entlang unterschiedlicher Funktionen sowie eine damit einhergehende Spezialisierung der Teile. Diese umfasst auch eine Trennung zwischen Planvorgaben des Managements einerseits und der Ausführung der geplanten Arbeiten andererseits, die von den Mitarbeitern zu leisten ist.

Durch die herrschende Arbeitsteilung und das hohe Maß an Spezialisierung haben die Menschen keinen Überblick über die Gesamtzusammenhänge der Organisation. Dieser wird auch oft nicht gewünscht. Dem entsprechend reagieren Menschen oft kurzsichtig und gegen die Interessen anderer Mitarbeiter und schließlich der Gesamtorganisation. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Teilen ist oft mangelhaft oder nicht ausreichend ausgeprägt. Mit der voranschreitenden Standardisierung von Arbeitsabläufen ziehen sich viele Mitarbeiter schließlich auf ihre Rolle als funktionierendes Teil in einem größeren Getriebe zurück. Einstellungen werden nicht mehr hinterfragt, Verantwortungen an Systeme delegiert.

Maschinen und bürokratische Organisationen sind von Natur aus konservativ. Sie funktionieren nur im Sinne des Erfinders, wenn die Organisation der Ursache-Wirkungs-Beziehungen und der Teile untereinander strukturell erhalten bleibt. Entsprechend sind bürokratische Organisationen auf Innovation nicht eingestellt. Veränderungen im Umfeld der Organisation werden häufig ignoriert oder bekämpft, auf Schwierigkeiten wird oft zu träge und zu spät reagiert, komplexe Probleme werden immer wieder simplifiziert und relevante Informationen gehen durch standardisierte Abläufe oftmals verloren.

Finden Sie einige Aspekte Ihrer Organisation hier gut beschrieben? Es gibt viele alternative Möglichkeiten, Organisationen zu verstehen!

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