Unternehmen als Fluss und Wandel

Unterliegt Ihr Unternehmen einem ständigen Veränderungsprozess?

Nichts bleibt wie es einmal war?

Viele Menschen gehen davon aus, dass Veränderung in Organisationen vom Umfeld ausgeht. Sie kann jedoch auch in der Selbstorganisation der Organisation begründet sein.

Manager in Organisationen konzentrieren sich von jeher auf die Erklärung des Greifbaren und Sichtbaren und formulieren Probleme und Lösungen auf der Grundlage der offensichtlichen, empirischen Dimension der jeweiligen Situation. Diese herkömmlichen Verständnisweisen sind jedoch nicht ausreichend, um sich ein umfassendes und zutreffendes Bild der vorliegenden Situation zu machen, wenn sie nicht auch erfassen, wie diese oberflächlichen Merkmale der Organisationswirklichkeit von der zugrundeliegenden Veränderungslogik geprägt sind, die sie hervorbringt.

Wir deuten Veränderung oft als eine äußere Kraft, die die Welt um uns herum transformiert und uns mit zahlreichen neuen Problemen konfrontiert, die wir bewältigen müssen – wenn es jedoch eine innere Logik der Veränderungen gibt, die unsere Welt formen, dann können wir Veränderungen von und in Organisationen und den Umgang damit auf einer Verständnisebene verstehen.

Eine solche Selbstorganisation verleiht lebenden Systemen die Fähigkeit, sich selbst zu erhalten und zu erneuern: Selbstorganisierende Systeme bestimmen die Beziehungen und Interaktionen, die es als Einheit definieren, selbst und autonom. Lebende Systeme handeln nicht aufgrund externer Umwelteinflüsse, sondern eigenständig und eigenverantwortlich aus sich selbst heraus. Lebende Systeme sind komplex. Ihre Elemente sind durch wechselseitige, sich permanent ändernde Beziehungen miteinander vernetzt und es erfolgt keine prinzipielle Trennung zwischen organisierenden, gestaltenden oder lenkenden Teilen. Alle Teile des Systems stellen potentielle Gestalter dar und sind somit redundant.

Diese Prinzipien der Selbstorganisation spiegeln sich im Wesen einer Pflanze wider. Im Samen einer Pflanze sind sämtliche Informationen zur Organisation der Pflanze bereits enthalten sowie die Fähigkeit, sich selbst zu entfalten, zu erhalten und zu erneuern. Die durch die Pflanze entstehende Organisation der Pflanze erhält ihre Lebensprozesse selbst aufrecht. Dabei wandelt sie Nährstoffe aus ihrer Umwelt in Bausteine ihrer Organisation um, die aus undifferenzierten Zellen differenzierte Zellen hervorbringt. Die Pflanze kann sich selbst fortpflanzen und erneuern, indem sie selbst wiederum Samen oder Ableger bildet, die dann keimen und sich zu einer Pflanze entwickeln.

In diesem Sinne betrachtete Organisationen sind bestrebt, ihre Identität zu bewahren, indem sie alle Veränderungen der Aufrechterhaltung ihrer eigenen Organisation als einem relevanten Beziehungsgefüge unterordnen. Somit ist also die Interaktion einer Organisation mit ihrer »Umwelt« in Wahrheit ein Spiegelbild und Teil der eigenen Organisation. Kennzahlensysteme und Statistiken sind in Wirklichkeit Spiegel der eigenen Interessen und Angelegenheiten der Organisation, die den Angehörigen der Organisation helfen, eine gewünschte Identität zu schaffen und aufrechtzuerhalten und sich selbst im Zusammenhang mit ihren laufenden Aktivitäten zu betrachten – sie spiegeln das Verständnis der Organisation von sich selbst wider.

Finden Sie einige Aspekte Ihrer Organisation hier gut beschrieben? Es gibt viele alternative Möglichkeiten, Organisationen zu verstehen!

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