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Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Konzept, das darauf abzielt, die Bedürfnisse der heutigen Generation zu befriedigen, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu beeinträchtigen, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Es umfasst die verantwortungsvolle Nutzung und Bewahrung natürlicher Ressourcen, den Schutz der Umwelt, die Förderung sozialer Gerechtigkeit und die Sicherstellung wirtschaftlicher Stabilität.

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde erstmals im Forstwirtschaftsbereich verwendet, um die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern zu beschreiben. Der erste niedergeschriebene Gedanke zur Nachhaltigkeit stammt vom sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645-1714) aus Freiberg (Sachsen): Wer nur so viele Bäume fällt, wie nachwachsen können, sorgt dafür, dass der Wald für die künftige Nutzung zur Verfügung steht und auf Dauer seinen Wert behält. Heute ist Nachhaltigkeit jedoch zu einem allumfassenden Konzept geworden, das auf verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens und der Wirtschaft angewendet wird.

Die frühesten Formen der Nachhaltigkeit waren oft eng mit traditionellen indigenen Lebensweisen und Praktiken verbunden, die eine enge Beziehung zur Natur und zur Umwelt pflegten. Einige Beispiele für frühe Formen der Nachhaltigkeit sind:

  1. Indigene Landnutzung: Indigene Völker auf der ganzen Welt haben seit Jahrhunderten nachhaltige Landnutzungsmethoden praktiziert, die auf einem tiefen Verständnis der örtlichen Ökosysteme und der natürlichen Ressourcen basieren. Diese Praktiken umfassen traditionelle Landwirtschaftstechniken, nachhaltige Fischerei- und Jagdmethoden sowie den Schutz und die Bewahrung von natürlichen Lebensräumen.
  2. Traditionelle Landwirtschaft: Viele traditionelle landwirtschaftliche Praktiken waren darauf ausgerichtet, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, die Vielfalt der Kulturen zu fördern und die natürlichen Ressourcen zu schützen. Beispiele hierfür sind Mischkulturen, Fruchtwechsel, Kompostierung und die Nutzung natürlicher Düngemittel.
  3. Gemeinschaftsressourcenmanagement: In vielen Gemeinschaften wurden traditionelle Systeme des Ressourcenmanagements entwickelt, um die Nutzung gemeinsamer Ressourcen wie Wasser, Weideland und Wälder zu regulieren und zu schützen. Diese Systeme beruhten oft auf informellen Regeln, Normen und Bräuchen, die eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen sicherstellten.
  4. Kreislaufwirtschaft: Viele traditionelle Gesellschaften praktizierten Formen der Kreislaufwirtschaft, bei denen Abfälle und Reststoffe recycelt, wiederverwendet oder wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt wurden. Dies umfasste Praktiken wie die Nutzung von tierischem Dünger in der Landwirtschaft, die Wiederverwendung von Materialien und die Reparatur von Gegenständen.

Diese frühen Formen der Nachhaltigkeit sind auch heute noch relevant und bieten wichtige Einsichten und Inspirationen für die Entwicklung zeitgemäßer nachhaltiger Praktiken und Politiken. Sie betonen die Bedeutung eines harmonischen und ausgewogenen Verhältnisses zwischen Mensch und Natur sowie zwischen den gegenwärtigen und zukünftigen Generationen.

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