Krisen und Wendepunkte

Schwierige Situationen souverän meistern

»Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.«

– André Gide

»Das darf doch nicht wahr sein!«

Du bist erschüttert und zweifelst an Dir und Deiner Welt? Vielleicht weil Du vor scheinbar unüberwindbaren Herausforderungen stehst? Weil alles, was Du bisher beruflich erreicht hast, plötzlich in Frage steht? Du Dich zerrissen fühlst angesichts Deiner inneren und äußeren Konflikte? Du plötzlich eintretende Ereignisse oder ungünstige Entwicklungen nicht akzeptieren willst?

Jede Krise – unabhängig davon, ob sie Dein Unternehmen oder Dein Privatleben betrifft – basiert auf einer kognitiven Dissonanz. So nennen wir einen Zustand, der Dir ein anhaltendes unangenehmes Gefühl bereitet und innere Spannungen in Dir erzeugt, weil Du verschiedene Wahrnehmungen erlebst, die für Dich nicht miteinander vereinbar sind. So gesehen beruhen Krisen stets auf einer (irrationalen) Überzeugung, dass – aus welchen Gründen auch immer – die Wirklichkeit anders zu sein habe, als sie sich tatsächlich zeigt.

Wenn wir aufmerksam sind, können wir ständig mehr oder weniger ausgeprägte Krisen beobachten oder selbst erleben. Vielleicht kommen Dir folgende Gedanken vertraut vor:

  • Konflikte in meinem Unternehmen ufern aus. Meine Kunden und Mitarbeiter sind frustriert und ich weiß nicht, was ich noch alles tun soll, damit es wieder besser wird.
  • Ich spüre anhaltenden extremen Stress und komme überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Ich drehe mich immer schneller in meinem Hamsterrad und finde keinen Ausstieg für mich.
  • Ich fühle mich einsam und mir fehlen Gesprächspartner, denen ich vertrauen kann und mit denen ich mich intensiv und auf Augenhöhe austauschen kann darüber, was mich bewegt!
  • Alles was ich bisher beruflich erreicht habe, erscheint mir plötzlich vollkommen sinnlos. Am liebsten möchte ich nochmal neu beginnen und einen anderen Beruf ergreifen.
  • Ich habe keinen Bock mehr – und möchte am liebsten alles hinschmeißen! Mit fehlt eine attraktive Perspektive für die Zukunft!
  • Ich komme mir wie ein Alien vor – alles was ich wahrnehme, kommt mir so merkwürdig und surreal vor wie in einem Science-Fiction-Film oder einem Comic!

Krisen können für uns geplant, vorhersehbar oder völlig unerwartet auftreten und unterschiedlichste Auslöser haben, z.B.:

  • Ein innerer Konflikt oder ein Konflikt mit Deinen Mitmenschen.
  • Ein für Dich unlösbares Problem oder eine unüberwindbare Herausforderung.
  • Das Gefühl, dass das Erreichen Deiner Lebensziele gefährdet ist.
  • Ein negatives Ereignis, welches Dich und Deine Lebensweise negativ beeinträchtigt (z.B. eine drohende Pleite oder ein Autounfall).
  • Der Verlust eines geliebten Menschen oder eines Dir wichtigen Gutes (Job, Wohnung, Geld etc.).

Eine derartige Situation überfordert uns, da sie unsere gewohnten Einstellungen, Überzeugungen, Werte, Absichten und Wünsche in Frage stellt. Gleichzeitig beeinträchtigt eine Krise unser Denken, Handeln und Fühlen. Unsere Wahrnehmung und unser Wertespektrum verengt sich und unsere Fähigkeiten, zu handeln und Probleme zu lösen, reduzieren sich.

Durch die (ungeprüfte) Vorstellung, dass die Krise einen prägenden negativen Einfluss auf unsere Zukunft haben würde, wird sie oft als bedrohlich erlebt. Unsicherheit, Dringlichkeit und Zeitdruck nehmen zu und Gefühle von Ohnmacht, Zerrissenheit, Orientierungs- und Hilflosigkeit, von Verzweiflung, Wut und Zorn beherrschen unser emotionales Erleben – keine gute Ausgangsbasis, um wichtige Entscheidungen zu treffen.

Wie Selbstsabotage zur Krise beiträgt

Oftmals helfen wir mit eigenen unbewussten Denk- und Verhaltensweisen dabei, dass eine Krise überhaupt erst entsteht oder sich zuspitzt – bis sie unbeherrschbare Ausmaße erreicht. Häufige Formen der Selbstsabotage sind:

  • Angst – Angst in einem gewissen Ausmaß ist wesentlich für unsere gesunde Entwicklung, für unsere körperliche und psychische Unversehrtheit und den Erhalt unseres Selbstbildes. Sie steigert unsere Aufmerksamkeit und bereitet unser Unbewusstes darauf vor, schnell neue, unbekannte Informationen zu erfassen. Eine übersteigerte Angst hingegen lähmt uns. Wir gehen dann kaum mehr lohnende Risiken ein, nehmen kaum mehr Chancen wahr und verharren immer passiver in der uns gewohnten Situation – egal wie schlecht es uns dabei ergeht.
  • Ignorieren erkennbarer Anzeichen und Trends – Häufig tragen wir auch dadurch zu Krisen bei, indem wir unbewusst oder gar bewusst erkennbare Anzeichen einer drohenden Gefahr oder einer ungünstigen Entwicklung ignorieren oder gegenüber anderen herunterspielen. Statt diese Indikatoren zum Anlass zu nehmen, erforderliche Korrekturen vorzunehmen, bleiben wir untätig und verpassen dadurch die Gelegenheit, eine große Krise abzuwenden solange diese noch klein und beherrschbar ist.
  • Feste Überzeugungen – Wir tragen auch dadurch zu Krisen bei, wenn unser Denken beherrscht wird von Fragen, wie z.B. „Wie soll das gehen?“, „Wie soll ausgerechnet ich das schaffen?“ oder „Was sagen bloß die Anderen dazu?“ oder wir der Überzeugung sind „Ich bin noch nicht bereit – ich muss mich noch besser vorbereiten!“ Derartige Denkmuster begrenzen unbewusst den Raum unserer Denk- und Handlungsmöglichkeiten, weil für unser Unbewusstes nicht möglich sein kann, was nicht sein darf.
  • Pessimismus – Sobald wir uns ständig gedanklich in Was-wäre-wenn-Betrachtungen verlieren oder mit Negativ-Szenarien beschäftigen, machen wir das Eintreten dieser Szenarien unbewusst wahrscheinlicher. Alle Beobachtungen werden als Hinweis für das Eintreten des Negativ-Szenarios gedeutet, offensichtliche Chancen und Auswege werden nicht erkannt und das Gefühl der Ohnmacht nimmt überhand.

Solche ungünstigen Denk- und Verhaltensweisen kannst Du einfach beheben – sobald diese Dir bewusst werden. Du nimmst dann die Angst als Indikator dafür wahr, dass Du Deine Sinne für Neues lernen schärfst, sinnvolle Korrekturen frühzeitig vornimmst, nicht an Deinen Überzeugungen klebst und offen, aufmerksam und optimistisch bleibst. Dadurch stehen Dir mehr Möglichkeiten zur Verfügung, bewusster zu handeln und Probleme zu lösen – auch in angespannten Zeiten.

Krisen sind lebenswichtig

Max Frisch zufolge ist Krise ein produktiver Zustand, dem man nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen müsse. Eine Krise bietet Dir und Deinen Mitmenschen eine herausragende Chance, persönlich und gemeinsam zu wachsen, die eigene Arbeits- und Lebensweise neu auszurichten, die eigenen inneren Landkarten zu aktualisieren und besser und tiefer als üblich zu ergründen, wer wir sind und wozu wir in der Lage sind.

Am Wendepunkt der Krise löst sich die bestehende kognitive Dissonanz dadurch auf, dass Du Dich für eine bestimmte Option – und somit gegen andere Optionen – entscheidest und entschieden handelst. Die wahrgenommene Komplexität reduziert sich und Deine innere Spannung sinkt. Und du gewinnst damit mehr Möglichkeiten, Deine Lage aktiv zu gestalten.

Und die erfolgreiche Bewältigung eigener Krisen bereichert Deine Lebenserfahrung um die Gewissheit und Zuversicht, auch in Zukunft schwierige Situationen souverän und handlungsfähig zu meistern.

Wir helfen Dir und begleiten Dich bei der Bewältigung von persönlichen, beruflichen und auch spirituelle Krisen. Dies kann in Form eines Integralen Coachings geschehen oder indem Du unsere Integralen Seminare oder Ausbildungen besuchst. Wir freuen uns auf Dich!

Auf den Punkt gebracht

Dein Nutzen
  • … kann sehr vielfältig von Dir erlebt werden, zum Beispiel:
    • Schwierige Situationen souverän meistern lernen.
    • Einschränkende Überzeugungen und ungünstige Verhaltensweisen durch günstigere Denk- und Handlungsweisen ersetzen.
    • Die Kosten des eigenen Denkens und Handelns erkennen.
    • In schwierigen Situationen gelassener sein.
    • Formen der Selbstsabotage erkennen und beseitigen können.
    • Mehr Klarheit und Orientierung in unklaren und kritischen Situationen gewinnen.
  • Besseres Verständnis Deines Anliegens und damit verbundener Wirk-Zusammenhänge.
  • Gesteigerte Entscheidungsfähigkeit.
  • Geschützter, vertraulicher Rahmen.
Dauer
Ort
Investition
Wie es weiter geht…

»Wir müssen bereit sein Abschied zu nehmen von einem Leben, das wir geplant haben, um das Leben führen zu können, das tatsächlich vor uns liegt. Die alte Haut muss abgestreift werden, bevor eine neue wachsen kann.«

– Joseph Campbell

Was kostet Dich Dein Denken?

Meist ist uns nicht bewusst, welche geisitgen, emotionalen und sozialen Auswirkungen unsere eigenen Überzeugungen und Verhaltensweisen haben – welchen Preis wir dafür zahlen, genau so zu denken und zu handeln – und eben nicht anders.

Dazu laden wir Dich zu einem kleinen Gedankenexperiment ein.

Wähle eine Überzeugung oder Verhaltensweise aus, die Dich einschränkt, Dir ungute Gefühle bereitet oder die Dich in bestimmten Situationen besonders stört (z.B. „Ich bin zu alt, etwas Neues zu beginnen“).

Konzentriere Dich auf diese Überzeugung oder Verhaltensweise, beantworte Dir innerlich folgende Fragen und erlebe die Auswirkungen mit allen Deinen Sinnen:

  1. Was hat es mich in der Vergangenheit bereits gekostet, an dieser Überzeugung oder Verhaltensweise festzuhalten?
  2. Was kostet es mich in der Gegenwart, diese Überzeugung oder Verhaltensweise zu praktizieren?
  3. Was wird es mich in meiner Zukunft noch kosten, wenn ich diese Überzeugung oder Verhaltensweise nicht hier und heute beseitige?

Was verändert sich durch Deine Antworten auf diese Fragen? Bist Du motiviert(er), die betrachtete Überzeugung oder Verhaltensweise endlich aufzugeben?

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Wir eröffnen Menschen und Organisationen neue Wege zu mehr Bewusstsein und einer gesunden Entwicklung.

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