Führung und Selbstführung

Wer führt – und wer folgt?

»Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen. Diese Person sind sie selbst.«

– Peter F. Drucker

Führung – ein heikles Thema für Dich?

Wieso eigentlich? Vielleicht weil Du schon mal schlechte Führung erlebt hast? Weil Deine Kollegen oder Mitarbeiter nicht das machen, was Du Dir wünscht? Weil Du Dich schlecht fühlst oder Dich Dein Gewissen plagt, sobald Du führen sollst? Oder weil Führung Deinem Bild davon widerspricht, wie Du mit Deinen Kollegen, Mitarbeitern oder Mitmenschen umgehen möchtest?

Vielleicht hast Du auch keine Vorbehalte gegen Führung. Du suchst stattdessen nach einem wirksamen Führungsstil für Dein Unternehmen und beschäftigst Dich mit Fragen einer guten, wirksamen Führung:

  • Was macht gute Führung für mich aus?
  • Ich habe Führen nie gelernt – wie geht das eigentlich und worauf kommt es dabei an?
  • Wie berücksichtige ich meine eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter und Kollegen?
  • Weshalb wirkt meine Führung in manchen Situationen – und in anderen Situationen nicht?
  • Wie gewinne ich Klarheit und Handlungsfreiheit in meiner Führung?
  • Wie gehe ich mit Unstimmigkeiten und Entscheidungen in Führungssituationen um?
  • Wie verdiene ich mir den Respekt der Geführten? Und was tue ich, um ihn zu verlieren?

Aus Sicht der Evolution verschafft Führung uns Vorteile gegenüber einer nicht-geführten losen Ansammlung von Menschen:

  • Führung reduziert Konflikte innerhalb der Gruppe und setzt somit gebundene Energie für die Gruppe frei.
  • Führung lenkt die Aufmerksamkeit und Energie der Gruppe auf bestimmte Aktivitäten, deren Ergebnisse den Individuen der Gruppe insgesamt zugutekommen.
  • Führung organisiert eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft der Gruppe. Dadurch wird das Überleben der Gruppe und der Individuen wahrscheinlicher.

Eins ist sicher: Führung findet immer statt! Die Frage ist: wer führt und wer folgt? Und Du kannst aktiv beeinflussen, wer der Führende in einem Zusammenspiel von Beteiligten ist. Ob Du selbst führst oder anderen die Führung überlässt.

»It takes two to tango!«

Das Bild des Paartanzes – etwa beim Tango – verdeutlicht wichtige Prinzipien guter Führung. Das Zusammenspiel des Paars gelingt nur, wenn beide Partner Klarheit über die beteiligten Rollen haben und sich der Verantwortung ihrer eigenen Rolle bewusst sind – der des Führenden und jener des Folgenden.

Leider wird „führen und folgen“ häufig missverstanden als „befehlen und gehorchen“. Letzteres ist mit guter Führung nicht gleichzusetzen. Während es beim „befehlen und gehorchen“ darum geht, dass der dominante Partner die Einwilligung des anderen Partners erzwingt, geht es beim „führen und folgen“ vielmehr darum, als Führender mit der eigenen Bewegung die Richtung vorzugeben während der Folgende diese Richtung erspürt und dorthin geht ohne zu zögern. Dies erfordert einerseits Zutrauen des Führenden in die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Folgenden und andererseits Vertrauen des Folgenden in die Umsichtigkeit und Achtsamkeit des Führenden.

Der Führende ist für das Paar als Ganzes verantwortlich. Er entscheidet, wohin es geht und wie es geht. Dabei berücksichtigt er die aktuellen Umstände sowie die Fähigkeiten des Folgenden. Der Folgende ist dabei nicht passiver „Mitläufer“ sondern trägt aktiv zum Gelingen der Figur bei, indem er seinerseits die eigene Bewegung ausführt, um sich selbst innerhalb der vorgegebenen Figur vollständig auszudrücken. Auf diese Weise entsteht eine fließende Bewegung.

Führung setzt Selbstführung voraus

Nur wenn Du Dich konsequent selbst führst, wirst Du von anderen als Führender respektiert und erst dann kannst Du diese Menschen wirksam führen. Andere Menschen überlassen Dir nur dann ihre Führung, wenn sie Dir vertrauen können. Und dieses Vertrauen entsteht, wenn Dein Denken, Fühlen und Handeln für andere berechenbar und somit vorhersehbar ist – wenn sie Dich schätzen lernen können.

Dies setzt voraus, dass Du Dir selbst klar und bewusst bist hinsichtlich Deines eigenen Denkens, Fühlens und Handelns. Und dass Du immer wieder Dein Denken, Fühlen und Handeln in Einklang bringst – so entsteht Authentizität. Vier Praktiken der Selbstführung weisen Dir den Weg zu Deinem eigenen, authentischen Wesenskern:

  • Selbstverantwortung – Lerne, die eigene Ohnmacht zu verlassen und Verantwortung für Dein eigenes Denken, Fühlen, Handeln (und Nicht-Handeln) und Erleben zu übernehmen. Verlasse die Rolle des sich aufopfernden Statisten und werde zum aktiven Regisseur und Gestalter Deines eigenen Lebens.
  • Selbstbewusstheit – Werde Dir Deines eigenen Denkens, Handelns und Erlebens bewusst. Stehe für Dich und Deine eigenen Bedürfnisse und Ziele ein und ersetze dazu einschränkende Überzeugungen durch günstigere Denkweisen.
  • Selbstvertrauen – Nimm Dich selbst ernst und schließe mit Dir selbst Vereinbarungen, die Du konsequent einhältst. Glaube an Dich selbst und folge konsequent Deiner eigenen Vision.
  • Selbstüberwindung – Überwinde mutig Dein gewohntes, altes Denken, Handeln und Erleben, verlasse Deine so genannte Komfortzone und erschließe Dir selbstbewusst Neuland. Lasse Dich auf neue Denkweisen, ein anderes Verhalten und ein ungewohntes Erleben ein und genieße diese Erfahrungen.

Jeder Mensch hat das Potenzial zur Selbstführung und Du kannst Deine Fähigkeiten zur Selbstführung kultivieren. Und damit kannst Du auch Deine Fähigkeiten verbessern andere Menschen zu führen.

Gerne begleiten wir Dich dabei, einen wirksamen Führungsstil für Dich und Dein Unternehmen zu entwickeln oder die Praktiken der Selbstführung anzuwenden. Dies kann in einem Integralen Coachings geschehen oder indem Du unsere Integralen Seminare oder Ausbildungen besuchst. Wir freuen uns auf Dich!

Auf den Punkt gebracht

Dein Nutzen
  • … kann sehr vielfältig von Dir erlebt werden, zum Beispiel:
    • Kennenlernen der Prinzipien wirksamer Führung.
    • Einüben von Praktiken der Führung und Selbstführung.
    • Reflektieren Deines eigenen Denkens, Handelns und Erlebens als Führender.
  • Besseres Verständnis Deines Anliegens und damit verbundener Wirk-Zusammenhänge.
  • Gesteigerte Entscheidungsfähigkeit.
  • Geschützter, vertraulicher Rahmen.
  • Kennenlernen der Integralen Landkarte und der integralen Vorgehensweise.
Dauer
Ort
Investition
Wie es weiter geht…

»Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige.«

– Albert Schweitzer
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